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Indianerfrau Wassertraegerin

Artikelnummer: 01352

Indianerfrau Wassertraegerin, Schnitzerei aus Palo-Santo-Holz, ca. 20cm

2,56 €

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Alter Preis: 8,61 €
Produkt vergriffen


Beschreibung

Indianerfrau Wassertraegerin, Schnitzerei aus Palo-Santo-Holz, ca. 20cm Jedes Exemplar ist ein Einzelstueck und faellt daher immer verschieden aus.

Der Palo Santo (lat. Bulnesia Sarmiento) Ist ein Hartholzbaum mit hohem Oelgehalt im Kernholz. Dieses wurde in der Kolonialzeit als Weihrauchersatz in den Kirchen verwendet (Palo Santo = heiliges Holz). Wegen seines angenehmen Duftes findet das aus dem Holz destilierte Oel in der Kosmetikindustrie Verwendung und wird in die. USA und nach Frankreich exportiert Wegen seines Oelgehaites verwittert das Holz kaum. Da die Faserschichten in der Regel nicht parallel verlaufen, sondern in beiden Richtungen gedreht - wie auf einer Garnrolle - und wegen seiner Dichte, Oelhaligkeit und Härte ist es ein ausgezeichnetes Holz zum Drechseln und ist auch als Zaunmaterial und Bauholz begehrt Es hat ein höheres spezifisches Gewicht als Wasser, geht also unter. Es ist auch als Brennholz und als Kienspan sehr geschätzt da es mit heller, leuchtender Flamme brennt selbst noch regennass. Leider wird es aus all diesen Gründen heute übermässig ausgebeutet

Traditionelle indianische NutzungDie Schnitzer stellen aus diesem Hartholz ihre Mörser und zahlreiche andere Gebrauchsgegenstände wie Grabstöcke, Keulen, Signal- und Tabakspfeifen her. Das beim Verbrennen als glänzend schwarzer Teer austretende Öl verwenden sie zum Dekorieren ihrer Tonkrüge, indem sie ihre Muster auf den noch heissen, frischgebrannten Krug auftragen und dann leicht nachbrennen. Der Absud der Rinde dient als Heilmittel bei Magen- und Dannbeschwerden sowie für heilendeWaschungen. Od und Späne .".finden bei der Wundheilung Verwendung« \ebenso die Asche als Wundpuder.*l'lDer^rscharfe: iGeruch. ;ist besonders wirksam für die Vertreibung von Mücken und anderen - Insekten. Nach Auffassung der Schnitzer vertreibt der besonders helle Schein des Feuers die negativen Mächte der Nacht und hält sie vom Lagerplatz ab.

Indianische Schnitzereien aus Palo-SantoDie indianischen Schnitzer haben gewöhnlich kein eigenes Land mehr und sind deshalb von der Lohnarbeit bei den Weissen abhängig. Aber in der Landwirtschaft gibt es nur in der Regenzeit (Vegetationsperiode) ausreichend Arbeit, während in der Trockenzeit Arbeitslosigkeit herrscht Ein Nivakle aus Yidocat fing gegen Ende der 70iger Jahre an. aus Brennholz und Sägereiabfällen kleine Tiere zu schnitzen, wenn er. arbeitslos war. Da die Schnitzer in derartigen Siedlungen keinenZugang mehr zu eigenem Land haben. können sie ihr Brennholz nur auf dem Land ihrer Arbeitgeber sammeln. Bei der Ausbeutung des Holzes bleiben Äste im Wald liegen, die weniger als 8 bis 10 cm Durchmesser haben und deshalb nicht als Zaunpfosten verwendbar sind. Die Nivacle sammeln solche Äste als Brennholz, meist nachdem diese schon viele Jahre im Wald gelegen haben und das Splintholz längst verwittert ist. Aus dem unversehrten, reifen Kernholz werden dann mit einfachsten Werkzeugen, die sie sich zum Teil selbst zurechtschleifen, auf einem Holzklotz als Werkbank diese Tiere hergestellt. Die Tierform wird mit Handsäge und Buschmesser grob ausgeschnitten, die Oberfläche wird dann mit dem Messer nachgearbeitet, mit einer Scherbe oder Feile geglättet und mit einem alten Fetzen Zeltplane auf ihren eigenen Glanz poliert. So bleibt das charakteristische, natürliche Aroma des Paio-Santo-Holzes noch auf lange Zeit erhalten.

Mit dem geübten Auge des Jägers gelingt den Schnitzern die Darstellung, der Tiere des Waldes in ihrer unverwechselbaren Charakterisük: Das Pecari (Wildschwein), das mit gespreizten Rückenborsten in Verteidigungsstellung den Jäger erwartet die Iguana (Leguna = Rieseneidechse), die in ihrer unbeholfenen Schwere in der Mittagshitze döst, der kurzsichtige Ameisenbär, der sich mit der Nase am Wind zu orientieren versucht oder das emsig vorbei trippelnde Kugelgürteltier. Und viele dieser Tiergestalten drücken etwas von jenem köstlichen Humor aus. mit dem sie in den Mythen und Märchen der Nivacle charakterisiert werden. Oft gelingt den Nivacleschnitzern dabei in ihrer Spontanität eine Darstellung, die man durchaus künstlerisch nennen darf. Sie haben damit zugleich eine kreative Beschäftigung gefunden, die sie als reiz- und sinnvoll und deshalb als befriedigend in ihrem grauen Alltag zwischen entpersönlichter Lohnarbeit und Arbeitslosigkeit erleben und die ihnen gerade dann zur Verfügung steht, wenn die anderen Einkommensquellen versagen.

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